Brüsselreise 26. bis 30. April 2010
Die Lehrfahrt des 2. Jahrganges führte uns dieses Jahr ins Zentrum der Europapolitik.
Da es nach Belgien doch ein sehr weiter Weg ist, versuchten wir die Anreise mit einem interessanten Zwischenstopp ein wenig aufzulockern.
Wir fuhren bereits um 4´30 in Freistadt weg und hatten um 10´00 Uhr eine Führung im Deutz Traktorenwerk in Lauingen an der Donau. Dort befindet sich auch das Zentralersatzteilauslieferungslager der gesamten Same –Deutz – Fahr –Lamborghini – Hürlimann Gruppe.
Die Führung dort war sehr interessant, anschließend wurden wir auch noch zu einem Mittagessen eingeladen. Danach ging es fast ohne Pause weiter Richtung Antwerpen. Belgien erkannte man sofort auf der Straße, da dort die Autobahnen im ganzen Land jede Nacht beleuchtet sind. Knapp vor 22´00 Uhr trafen wir beim Quartier – einem Youth Hostel ein. Unsere Zimmer waren bestimmt keine Luxusherbergen, doch dafür gefällt nun den Schülern unser Internat wieder sehr gut (sie schätzten nun wieder den vielen Platz im Haus und in den Zimmern!).
Am Dienstag fuhren wir nach Gent, diese alte Hafen- und Handelsstadt am Fluss Leie gelegen verzaubert durch die vielen Kanäle. Wir hatten eine Führung mit einem Boot, diese Ruhe am Wasser inmitten des hektischen Treibens war eine echte Sensation. Am Nachmittag fuhren wir nach Ostende, wo wir bei einer Rundfahrt einige Fähren und große Frachter sahen . Viele Schüler hatten dort das erste Mal Kontakt mit dem Meer. Dort ist ein wunderschöner Sandstrand mit unzähligen Hotels – der Sommertourismus hat hier ein echtes Zentrum von Belgien.
Am 3. Tag unserer Reise hatten wir dann endlich Kontakt mit den Einrichtungen der EU in Brüssel. Wir trafen Frau Inge Hiesl – sie stammt aus Kefermarkt – und sie begleitete uns zur Europäischen Kommission bzw dann weiter ins Europäische Parlament. Dort stellten uns 2 Praktikanten die Arbeit der Abgeordneten zum EU-Parlament vor. Danach kam kurz der oö. Abgeordnete Dr. Paul Rübig zu uns und diskutierte ein wenig mit uns. Nach der Besichtigung des großen Sitzungssaales im EU-Parlament verließen wir das Regierungsviertel. Am Nachmittag besuchten wir einen großen Bauernhof süd-westlich von Brüssel. Am Betrieb waren ca. 80 Kühe, gemolken wird mit einem Roboter. Die Milch wird in der angrenzenden Hofkäserei zu verschiedenen Hartkäsesorten verarbeitet. Nach einer kleinen Verkostung der Käsesorten fuhren wir zurück nach Antwerpen. Da in Belgien überall ständig Stau auf den Straßen herrscht, verbrachten wir leider sehr viel Zeit für die Wegstrecken. So konnten wir Antwerpen in den Abendstunden kennenlernen. Diese schöne alte Stadt hat vor allem durch die schöne Uferpromenade der Schelde eine ganz besondere Wirkung.
Am Donnerstag ging es dann erneut nach Brüssel. Am Vormittag stand die „Ständige Vertretung Österreichs“ in Brüssel auf dem Programm. In 3 Vorträgen erfuhren wir über die Aufgaben und über die Organisation dieser Einrichtung. Nach einem kleinen Rundgang durch das Regierungsviertel und einer typisch belgischen Verpflegung ( Pommes, Fastfood,.....) hatten wir eine Führung in Brüssel. Wir machten eine Stadtrundfahrt, besichtigten das Atomium und bekamen die bedeutendsten Bauten von einer Reiseleiterin erklärt.
Bei einem Rundgang durch die schöne Innenstadt konnten wir auch das hektische Treiben im Zentrum erleben.
Diese Stadt hat schon ein paar sehr schöne Eindrücke bei uns hinterlassen.
Interessant war es auch, dass durch die unterschiedlichen Sprachgebiete die Schüler doch auch ein wenig Englisch verwenden mussten, da mit Deutsch nicht überall durchzukommen ist.
Den Abend verbrachten wir an diesem Tag wieder in Antwerpen, viele mussten noch Mitbringsel besorgen, damit es zu Hause was zu verkosten gab.
Die Heimfahrt starteten wir am Freitag um 7´00 Uhr , es waren wieder 1000 km zurückzulegen. Nach ein wenig Stau in Deutschland und dem nötigen Fahrerwechsel kamen wir von dieser „Marathontour“ um 20´30 wieder in Freistadt an.
Diese Reise hinterlässt sicherlich bei allen Teilnehmern bleibende Eindrücke, dass sie aber auch strapaziös war, sollte man aber auch nicht übersehen. Ein verlängertes Wochenende folgte – dieses haben wir aber auch dringend gebraucht.




